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Schlagwort-Archive: Krimi

[Rezension] „Bayerisch Kongo“, Lutz Kreutzer (emons)

Inhalt
Wirtschaftskriminalität und Morde im Schatten der Alpen

Meinung und Fazit
Ich wurde direkt mit dem ersten Kapitel in die Geschichte hineingezogen. Ein erster spannender Höhepunkt, ein Appetithappen sozusagen, der aber genug Fragen offen ließ.
Ich lernte ein überaus interessantes Ermittlerteam kennen. „Silikon-Fritz“ ist mir sehr ans Herz gewachsen, und war, wie viele der anderen Figuren auch, keineswegs stereotyp. Ich würde ihn als leicht verschroben kennzeichnen, und er bot auch darüber hinaus so manche Reibungspunkte, was ihm zusätzlich Charakter verlieh. Mir war bisher nicht bewusst, dass die Polizei auch „Auswärtige“ beschäftigt. Doch das sollte für mich nicht die letzte interessante Information sein.
Auch die anderen Figuren fand ich ganz hervorragend. In ihrer Unterschiedlichkeit waren sie kaum zu übertreffen. Von skurril und schrullig bis militant und charismatisch war alles vorhanden. Einige Figuren spielten auch sehr lange eine recht unklare, gut verschleierte Rolle, was der Geschichte zusätzliche Spannung verlieh.
Dieser Krimi behandelt u.a. die kriminellen Machenschaften, die mit dem Abbau, Handel und der Verarbeitung von Coltan (Erz) einhergehen. Handlungsschwerpunkte sind der Kongo und Deutschland, hier hauptsächlich Bayern. Dabei geht der Autor nicht nur auf die reinen Wirtschaftsaspekte ein, sondern beleuchtet auch das Leben im Kongo bzw. Zentralafrika heute, als auch zu Bürgerkriegszeiten. Ich hatte schon in den vorangegangenen Romanen des Autors das Gefühl, dass er großen Wert auf Recherche legt. Auch hier bekommt man gute Umgebungsbeschreibungen und viele verschiedenartige Infos (Wirtschaft, Bürgerkrieg, Aberglaube…), die ich sehr bereichernd fand. Alles läuft in vielen Fäden aufeinander zu, erscheint dabei immer plausibel und erschreckend real.
Es geht auch um Morde und es wird blutig, aber dennoch hatte ich nie den Anschein, dass der Autor übertreibt oder auf Effekthascherei aus ist. Er beschreibt sehr gut und nachvollziehbar, warum der Tod hier seine hässliche Seite zeigt.

Ein sehr guter Regionalkrimi, der spannend und informativ zugleich ist. Perfekte Unterhaltung, daher eine absolute Leseempfehlung!

Der Autor
Lutz Kreutzer, 1959 geboren, stammt aus dem Rheinland und hegt als Bergsportler und Geowissenschaftler eine große Liebe zum Alpenraum. Seine beruflichen Reisen und die damit verbundenen Abenteuer nimmt er zum Anlass, komplexe Sachverhalte in spannende Literatur zu verwandeln. Er hat bisher zwei Spannungsromane veröffentlicht, die als eBooks erfolgreich sind. (Quelle: emons-verlag)
Mehr über Lutz Kreutzer und seine Bücher erfahrt ihr unter http://www.lutzkreutzer.de/ oder http://www.bayerischkongo.de/

Buchdaten
Ausgabe: Broschuremons
Seiten: 272
Verlag: emons
Erscheinungsdatum: 26. März 2014
ISBN 978-3-95451-276-8

 
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Verfasst von - 10/05/2014 in Bücher, Rezension

 

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[Verlosung] “Familientreffen mit Leiche” von Helmut Exner

In der letzten Woche habe ich euch den Autor Helmut Exner vorgestellt.

Sein Buch “Familientreffen mit Leiche” (hier die Rezension) hat mir sehr gut gefallen, und ich bedanke mich herzlich bei Herrn Exner, dass er mir ein signiertes Exemplar für die Verlosung zur Verfügung gestellt hat.
Ich bin schon gespannt, wo das Buch ein neues Zuhause finden wird.
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Verfasst von - 16/03/2014 in Bücher, Gewinnspiele

 

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[Rezension] “Familientreffen mit Leiche“, Helmut Exner (EPV)

Inhalt
Lilly Höschens nächster Fall….

Meinung und Fazit
Helmut Exner hat es auch mit diesem Buch wieder geschafft, mich von Anfang an zu begeistern. Seine Krimis sind ungewöhnlich humorvoll, und genau darum mag ich sie so, denn sie heben sich auf diese Weise positiv aus der Masse ab.
Diesmal stößt man nicht direkt auf den Kriminalfall und seine Ermittlung, allerhöchstens wenn man den Begriff auf die gesellschaftlich-soziale Ebene herunter bricht. Stattdessen wird man in die Vergangenheit versetzt und erfährt viel über den Werdegang der Mitglieder des Familientreffens. Diesen Teil fand ich sehr unterhaltsam, wobei ich manchmal auch den Kopf über soviel Dummheit/Starrsinn schütteln musste. Aber in ländlichen Gegenden sind die Ansichten und Gepflogenheiten, gerade zur damaligen Zeit, vermutlich etwas anders. Ich denke, dass hat der Autor gut vermittelt.
In straffen Schritten nähert sich die Geschichte dann der Gegenwart, wo es nochmals richtig zur Sache geht, spannend wird und so mancher Aha-Effekt aufkommt. Aber auch hier bleibt der Autor seiner Linie treu und würzt das Ganze mit etwas (schwarzem) Humor.
Helmut Exner zeichnete sich schon immer damit aus, dass er seine Figuren äußerst liebevoll kreiert und ihnen Unverwechselbarkeit verleiht. In diesem Roman hat er sich dabei selbst übertroffen und sehr viel Kreativität walten lassen, was in Anbetracht der Vielzahl der Figuren nicht selbstverständlich ist. Von locker-lustig bis verschroben-schrullig waren alle Typen vertreten, in ihrem Zusammenspiel waren sie einfach nur spitze und machten das Lesen zum Genuss.
Ich muss allerdings auch sagen, dass diese Geschichte nach meinem Empfinden diesmal etwas mehr Gesellschaftsroman als Krimi war, wenn man Krimi ausschließlich mit Mord und Totschlag verbindet. Mir persönlich war das allerdings egal, denn ich fühlte mich bestens unterhalten.

Leicht und locker, aber auch spannend mit Überraschungseffekten, daher: lesen!

Der Autor
Mein Name ist Helmut Exner und ich wurde 1953 in Lautenthal im Harz geboren. Meine große Liebe ist das Schreiben.

Geschrieben habe ich schon immer, ohne dass mein Name groß in Erscheinung getreten ist. Mein erster Roman, »Die Frauen von Janowka«, eine Aufarbeitung meiner eigenen Familiengeschichte, kam 2010 heraus. Da ich die Buchbranche von Jugend an kenne und viele Autoren betreut habe, hätte ich es nie für möglich gehalten, so viel Resonanz zu bekommen. Es erreichen mich Zuschriften aus aller Welt von Menschen, die das Buch gelesen haben. Das hat dazu geführt, dass diese »wahre« Geschichte nun auch auf dem amerikanischen bzw. englischsprachigen Markt verfügbar ist. Nur: Bücher wie dieses kann man wohl im Leben nur einmal schreiben, weil es eine Herzensangelegenheit ist.

2011 kamen meine beiden ersten Krimis heraus, drei weitere folgten in 2012, darunter auch ein Kriminalroman mit einer etwas ernsthafteren Thematik: »Die Toten von Silbernaal«. Die Hauptprotagonisten haben sich so weiterentwickelt, dass daraus eine Serie geworden ist. Allen voran Fräulein Lilly Höschen, die alte, resolute Dame, die kein Blatt vor den Mund nimmt, hat sich selbstständig gemacht. Natürlich ist die Handlung in jedem Buch in sich abgeschlossen, sodass kein Serienzwang besteht. Aber es hat sich gezeigt, dass viele LeserInnen gern alles erfahren möchten, was je über die Dame geschrieben wurde. Es gibt sogar Leute, die mich regelrecht antreiben, weiterzuschreiben… So erscheint im April 2013 die»Mörderische Harzreise«. Weitere Projekte sind bereits in Arbeit.

Meine Krimis spielen überwiegend im Harz, aber auch in Schleswig-Holstein, und bedienen sich der derben Sprache der jeweiligen Region. Und es gibt Ausflüge in ferne Gefilde, z.B. Kanada oder Australien. Aber es müssen immer Orte sein, an denen ich mich auskenne. Ich schreibe zwar Krimis, weil ich es gern spannend habe. Aber mit Blutorgien und der Aneinanderreihung von Grausamkeiten hab ich nichts am Hut. Ich bin ein Mensch, der gern lacht. Der Humor darf auch ruhig mal schwarz sein, auf jeden Fall skurril und ein bisschen schräg. Die Kombination von Spannung und Humor liegt mir am Herzen und charaktersiert dadurch auch mein Schreiben. Ich bin selbst ein großer Leser. Und ich finde es einfach wunderbar, ein Buch vor lauter Spannung nicht mehr aus der Hand legen zu können und dabei richtig gut Laune zu haben.

Ich habe zwei Söhne, vier Enkelkinder und lebe mit meiner Frau in Duderstadt, Südniedersachsen. (Quelle: helmutexner)

Buchdaten
Ausgabe: broschiert
Seiten: 192
Verlag: Epv
Erscheinungsdatum: 11. Februar 2014 (1.Auflage)
ISBN-13: 978-3943403343

 
 

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[Auslosung] 3Jahre, 3Wochen – Tag 3

Bis gestern konntet ihr den Krimi “Arsen und Apfelwein” gewinnen, und 20 Teilnehmer sind in den Lostopf gesprungen.

Gewonnen hat…. Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 19/02/2014 in Bücher, Gewinnspiele

 

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[Verlosung] 3 Jahre, 3 Wochen – Tag 3

Somit kommen wir zu Tag 3 des Geburtstagsgewinnspiels. Heute gibt es einen Kriminalroman zu gewinnen.

Auch dieses Buch ist ein ehemaliges Rezensionsexemplar, mit Stempel (innen), aber in sehr gutem Zustand.

Meine Rezension könnt ihr hier nachlesen.

Mehr zur Verlosung am Ende des Artikels…

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20 Kommentare

Verfasst von - 12/02/2014 in Bücher, Gewinnspiele, Rezension

 

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[Rezension] “Niederbayrische Affären”, Ingrid Werner (emons)

Klappentext
Eine Großstädterin in der Provinz: Karin Schneider, unausgelastete Mittelstandsehefrau mit vier Kindern und Hund, vertreibt sich die Zeit mit politischen Engagement. Eigentlich möchte sie nur den Landrat stoppen, der ihren Wohnort mit Millionen von Steuergeldern umkrempeln will. Aber eisiger Wind weht ihr entgegen. Unbewusst rührt sie alte Geschichten auf und gerät mit ihrer Familie in einen Strudel von Vetternwirtschaft, Mord und Eifersucht. Gut, dass der nette Nachbar mit den strahlendblauen Husky-Augen auf sie acht gibt.

Meinung und Fazit
Der Prolog beginnt im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Knall. Das dazu noch ein Augenzwinkern kam, machte das Geschriebene nicht nur spannend, sondern auch einen Teil amüsant. Die Aufmerksamkeit war erregt….

Danach geht es erstmal sehr viel ruhiger weiter. In einem angenehm zu lesenden Schreibstil wird der Leser in die Vorgeschichte des Prologs eingeführt.
Karin Schneider ist eine 100%ige Hausfrau und Mutter, dabei aber nicht ohne leichte Ecken und Kanten. Hierfür hatte sie schon mal Pluspunkte verdient. Richtig sympathisch wurde sie mir dann, als sie anfing aus dieser Rolle auszubrechen. Spätestens jetzt konnte ich mich sehr gut mit ihr identifizieren, da sie eine modernere Frauenrolle zu verkörpern begann. Bei ihren Bemühungen um ein Bürgerbegehren sticht sie in ein Wespennest ungeahnten Ausmaßes….
Was ich sehr schön fand war die ICH-Perspektive, in welcher der Roman geschrieben ist. Ich fühlte mich wie eine gute Freundin mitgenommen und wurde sogar ab und zu persönlich angesprochen.

Die Protagonisten, soweit sie handlungsrelevant waren, fand ich gut gezeichnet und facettenreich.
Die Geschichte ist unterhaltsam, hat auch spannende und überraschende Stellen und bietet darüber hinaus teilweise haarsträubende Offenbarungen über das Landleben bzw. die dörfliche Gemeinschaft. Ich kam nicht umhin mich zu fragen, ob der Einfluss einiger betuchter Bürger wirklich dazu führen kann, dass sich sogar Ordnungshüter nicht mehr ganz neutral verhalten. Ganz ausschließen will ich das nicht, denn Beruf und Privatleben sind manchmal schwer zu trennen.
Am Ende, als sich die Situation zuspitzt, endet die Autorin dort, wo der Prolog anfing. So schließt sich der Kreis.
Schließt ? Weit gefehlt…. Auch hier überraschte mich die Autorin sehr, indem sie ein alternatives Ende anbot. Sehr ungewöhnlich, doch ich muss sagen, das gefiel mir sehr. Ich fand nicht nur die Idee gut, sondern auch dieses zweite Ende war mehr nach meinem Geschmack.
Apropos Geschmack: Im Anhang findet man noch einige sehr schöne Rezepte, die vorher im Roman erwähnt werden. Auch diese Idee, wenn sie auch nicht ganz neu ist, fand ich toll.

Für reine Krimi-Leser vielleicht nur bedingt zu empfehlen., denn diese Geschichte ist mehr „Roman“ als „Krimi“. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen. Ich fand eine kurzweilige Geschichte vor, die mich gut unterhalten hat und in die ich mich fallen lassen und miträtseln konnte. So wurden mir schöne Stunden beschert….

Die Autorin
Ingrid Werner wurde 1964 in München geboren. Nach Abitur und Banklehre studierte sie in München und Erlangen Jura. Im Anschluss daran arbeitete sie bei der Landeshauptstadt München als Verwaltungsjuristin. Nach der Geburt ihrer drei Kinder und dem Umzug nach Niederbayern ist sie als Heilpraktikerin und Entspannungspädagogin in eigener Praxis tätig. Daneben stellt sie als freischaffende Malerin in der Region ihre Werke aus und veranstaltet regelmäßig Workshops in Meditativem Malen. Sie lebt mit ihrer Familie im Rottal. (Quelle:emons)

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 03/02/2014 in Bücher, Rezension

 

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[Rezension] „Arsen und Apfelwein“, Andrea Habeney (Conte)

Inhalt
Jenny Becker und ihr Team ermitteln im Fall eines versuchten Mordes, und stoßen auf Ungereimtheiten, denen es auch nachzugehen gilt.

Meinung und Fazit
Die Geschichte beginnt in der Weihnachtszeit und startet sehr spannend. Doch eh man sich versieht befindet man sich bereits sechs Monate in der Vergangenheit, was natürlich einige Fragen zu eventuellen Parallelen und/oder Zusammenhängen aufwirft.
Diese Geschichte in der Geschichte startet erst einmal etwas gemäßigt, ist dabei aber keineswegs langatmig. Die Personen und ihre Beziehungen untereinander werden sehr gut und nachvollziehbar dargestellt und vermitteln einen guten Überblick.
Es dauert nicht lange bis es auch hier spannend wird. Immer wieder werden neue, kleine Details offen gelegt, die gerade dazu einladen die Zusammenhänge und damit den Fall zu entschlüsseln. Letztlich befindet man sich wieder am Ausgangspunkt der Geschichte, in der Weihnachtszeit, wo die ganzen Begebenheiten zusammen geführt werden und die Aufklärung des Falls erfolgt.
Für mich persönlich war es eine sehr gelungene, runde Geschichte, wobei der letztliche Aufklärungsteil ein ganz klein wenig kürzer hätte gefasst werden können.

Die Person der Jenny Becker fand ich sehr gelungen. Sie ist Sympathieträger und darüber hinaus sehr authentisch. Man konnte sich gut mit ihr identifizieren. Im Roman geht es auch um ihr Liebesleben, aber das wirklich nur am Rand, was die eigentliche Geschichte keineswegs beeinträchtigte oder gar störte. Ein einziges mal hatte ich den allerdings den Eindruck, dass mir etwas an Wissen fehlt, denn es war davon die Rede „dass das aus ihrer Vergangenheit herührt“. An dieser Stelle merkte man kurz, dass es sich bereits um Jenny Beckers zweiten Fall handelt. Doch da diese Aussage nicht für anhaltende Verwirrung sorgte, konnte ich darüber gut hinweg sehen.
Auch die anderen Personen, egal ob sie viel oder wenig Raum einnahmen, fand ich sehr gut gezeichnet. Sie wirkten in sich stimmig, und in ihrem Zusammenspiel glaubhaft. Bei einigen Figuren erschreckte mich zwar die Persönlichkeitsstruktur etwas, aber das machte sie nur noch interessanter. Hier hat die Autorin recht viel Kreativität walten lassen.

Wer einen guten, spannenden Krimi lesen möchte, der zumindest zum Teil in der Weihnachtszeit spielt, der sollte zugreifen. Von Kleinigkeiten abgesehen, hat mir die Geschichte sehr gut gefallen.

Die Autorin
Andrea Habeney lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Nach dem Abitur studierte sie in Gießen Veterinärmedizin. Heute führt Andrea Habeney im Westen Frankfurts eine Tierarztpraxis. (Quelle: conte-verlag)

Buchdaten
Ausgabe: Paperbackconte
Seiten: 304
Verlag: Conte
Erscheinungsdatum: Juli 2013 (1. Auflage)
ISBN-10: 3941657933


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an blogdeinbuch  und conte

 
 

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