„Melodie der Finsternis“, Jennifer Jäger (AAVAA)

Die Autorin

Die 18jährige Jennifer Jäger wohnt in Würzburg und besucht dort ein Gymnasium, um später ein Studium aufzunehmen.
Schon in frühester Kindheit entdeckte sie die Liebe zur Schriftstellerei. „Melodie der Finsternis“ ist ihr Roman-Debüt, dem noch Fortsetzungen folgen sollen.

Die Geschichte

Lilith heuert auf einem Schiff an. Sie will ein wenig Geld verdienen, um ihrer Mutter das Leben zu erleichtern. Doch sie wird von der Crew abgelehnt, da sie eine Frau ist. Einzig von Viktor fühlt sie sich akzeptiert. Dann gerät das Schiff in Turbulenzen, wird in den Bann der Sirenen gezogen und kentert. Alle Besatzungsmitglieder sterben, nur Viktor und sie überleben, und zwei Sirenen nehmen sich ihrer an. Damit beginnt für Lilith ein nie geahntes Abenteuer um eine Prophezeiung, in der sie eine entscheidende Rolle spielen wird.

Fazit

Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen, auch wenn an einigen Stellen Wort- und Bedeutungsdopplungen vorkommen. Man merkt, dass die Geschichte auf jugendliche Leser zugeschnitten ist, aber auch als Erwachsener hat man viel Lesefreude, denn der Schauplatz der Geschichte ist nicht alltäglich. Die Protagonisten werden gut beschrieben, erscheinen glaubhaft, auch wenn besonders die Sirenen etwas mehr persönliche Tiefe vertragen hätten.
Die Mythen der Sirenen und ihre grandiose Unterwasserwelt werden gut beschrieben und bilden den Ausgangspunkt der Geschichte. Es wird Spannung aufgebaut, u.a. da Lilith nicht sofort erfährt, welches Geheimnis sie umgibt. Doch genau in dieser Geheimniskrämerei lag für mich ein erster kleiner Schwachpunkt der Geschichte. Die Protagonistin erträgt mit einer nicht nachvollziehbaren Ruhe, dass jeder ihr Geheimnis kennt, nur sie selbst nicht. Das finde ich leicht unglaubwürdig. Im späteren Verlauf wird das Geheimnis wenigstens zum Teil gelüftet, doch dann endet die Geschichte sehr plötzlich und mit einem Cliffhanger. Hier hätte ich mir ein rasanteres Ende mit echtem Schowdown gewünscht. Auch die Liebesgeschichte zwischen Aphros und Lilith hätte gerne mehr Beachtung und eine bessere Ausschmückung vertragen können.
Insgesamt ein leicht zu lesendes Buch, mit einer interessanten Geschichte, die aber einige, halbwegs zu verkraftende Schwächen enthält. Die Autorin ist noch sehr jung und Potential ist durchaus erkennbar. Ich hoffe, dass sie noch mehr Bücher über die Sirenen schreibt, denn ich bin gespannt wie die Geschichte weiter geht.

5 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Jennifer Jäger
    Mar 07, 2011 @ 12:34:43

    Hallo :)
    Danke für diese ehrliche Rezension :)

    Die Fortsetzung von “Melodie der Finsternis” ist schon fast abgeschlossen und wird (hoffentlich) bald im Handel erhätlich sein…Um dich zu trösten:
    Dort wird das Geheimnis vollständig gelüftet ;)
    Der erste Teil des zweiten Teils (eine Art Vorab-Fassung) wird auf der Leipziger Buchmesse “bestaunbar” sein.

    Liebe Grüße
    Jennifer Jäger

    Antwort

  2. lesenundmehr
    Mar 07, 2011 @ 19:22:21

    Das freut und ärgert mich jetzt gleichermaßen ;-)
    Es freut mich sehr, dass bald der zweite Teil rauskommt !
    Und es ärgert mich (jetzt umsomehr), dass ich nicht nach Leipzig fahren kann :-( Aber dann muss ich mich halt noch etwas gedulden…

    Antwort

  3. Jennifer Jäger
    Mar 17, 2011 @ 23:54:44

    Hallo :)
    Ich wollte nur kurz bescheid geben, dass ich diese Rezension in meinem Blog veröffentlicht habe und wollte fragen, ob das so in Ordnung ist?
    Oder soll noch irgendein anderer Hinweis zu deiner Seite?
    …Oder ist dir das nicht recht und ich soll es wieder löschen?

    Einfach eine Mail schreiben oder Kommentar beim Blog posten :)

    Antwort

  4. Janis
    Jun 10, 2011 @ 13:41:21

    Gut und ehrlich, geht mir genauso

    Antwort

  5. Trackback: Interview mit Jennifer Jäger (“Melodie der Finsternis”) « lesenundmehr

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