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[Rezension] „Elfenblick“ von Katrin Lankers (ars Edition)

30 Mai


Inhalt

Erin blickte sie unverwandt an mit diesem Blick, bei dem Magelis Hirn den Dienst versagte. “Wir sind uns so ähnlich”, sagte er. “Und doch so verschieden. Als lebten wir in zwei getrennten Welten. Ich in der Welt der Elfen und du in der Welt der … Menschen”, beendete sie den Satz für ihn. “Menschen”, bestätigte er, als sei das für ihn ebenso verrückt wie für sie die Vorstellung von einem Elfenreich. “Das verlorene Land”, murmelte er so leise vor sich hin, dass Mageli nicht sicher war, ob sie es überhaupt hören sollte.
Als Mageli den geheimnisvollen Erin kennenlernt, ahnt sie, dass etwas an diesem Fremden anders ist. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen, während gleichzeitig die Grenzen zwischen Traum und Realität für Mageli immer mehr zu verschwimmen scheinen. Als Erin in Gefahr gerät muss sie eine Entscheidung treffen: Kann sie ihn retten, indem sie auf die Macht ihrer Träume vertraut?

Meinung und Fazit
Die Geschichte startet mit einem mysteriösen Prolog, der einfach Lust macht weiter zu lesen, weil er Neugier weckt.
Danach erfährt der Leser viel über Mageli und ihre Welt. Nicht nur hier wusste die Autorin durch ihren wunderschön bildhaften Schreibstil zu begeistern. Man erlebt plastische Charaktere, spürt deutlich die mitschwingenden Emotionen und freut sich an der detailreichen Umgebung. Besonders gut ist der Autorin hierbei die Beschreibung der Dunkelelfen-Welt (insbesondere der Stadt Enigmala) gelungen. Lasst Euch überraschen….

Wie ich es bei einem Jugendbuch erwartet hätte, findet sich auch hier wieder eine Liebesgeschichte, die jedoch nicht dominierend ist, was ich erstmal sehr positiv fand. Trotzdem muss ich sagen, dass ich mir in dieser Richtung etwas mehr erhofft hätte. Nach, für meinen Geschmack, viel zu kurzer Zeit entbrennt Mageli in unendlicher Liebe und spielt ohne nachzudenken die rettende Heldin für Erin. Dabei blendet sie vieles Andere aus. Ich muss allerdings zugeben, dass vor allem Mädchen von diesem Verhalten vermutlich recht angetan sein könnten….
Was ich nicht unterschlagen will ist, dass das Buch sehr viele spannende Stellen bietet und auch überraschendes bereit hält. Die Ideen der Autorin fand ich in weiten Teilen sehr gut, manchmal sogar originell.

Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch gut gefallen hat. Man sollte sich jedoch im Klaren darüber sein, dass es sich hier um einen Fantasy-Roman für 12-15jährige handelt. Oft ist es so, dass auch Erwachsene an Jugendbüchern großen Gefallen haben, da sie sehr in Richtung all-age gehen. Hier trifft das Alter der Zielgruppe allerdings sehr genau zu. Erwachsene Leser werden vermutlich zu wenig Neues entdecken und die Geschichte zu vorhersehbar finden, um vollends gefesselt zu sein.
Für Teenager, die gerne Fantasy mit Spannung und Schmachtfaktor lesen, ist das Buch aber genau richtig.

Die Autorin
Katrin Lankers, geboren 1977, dachte sich schon in der Schule Romane aus, brachte aber nie mehr als eine Seite zu Papier. Nach dem Studium der Journalistik an der Uni Dortmund arbeitete sie mehrere Jahre für verschiedene Zeitungen, Zeitschriften und Online-Medien, bis sie schließlich beschloss, sich an ein Großprojekt zu wagen: Sie ließ ihrer Fantasie freien Lauf und schrieb ihren ersten Jugendroman. Heute lebt Katrin Lankers als freie Autorin für Jugend- und Sachbücher mit ihrem Mann, zwei Kindern und zwei Katzen in Bornheim bei Bonn.

Buchdaten:

  • Verlag: arsEdition (hier könnt Ihr das Buch auch bestellen, einfach anklicken – Achtung: externer Link)
  • Einband: HC mit Schutzumschlag
  • ISBN: 3760779808
  • Seiten: 448
  • Erscheinungstermin: 18. Januar 2012

Dieses Buch durfte ich als Rezensionsexemplar lesen und bedanke mich herzlich bei
            

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4 Kommentare

Verfasst von - 30/05/2012 in Bücher, Fantasy, Rezension

 

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4 Antworten zu “[Rezension] „Elfenblick“ von Katrin Lankers (ars Edition)

  1. Monika Schulze

    30/05/2012 at 18:05

    Eine schöne Rezension :) Das Buch steht auch ganz oben auf meiner Wunschliste. Aber ich bin ja auch schon 29, also bin ich gespannt, ob es mir dann ähnlich geht wie Dir ;)

    LG
    Monika
    http://www.suechtignachbuechern.blogspot.de

     
    • lesenundmehr

      30/05/2012 at 18:23

      Danke :-)
      Man muss nur vorher wissen, dass es sich um ein Jugend- bzw. fast noch Kinderbuch handelt, dann sieht man es vermutlich mit anderen Augen. Kindlich, naiv, in Teilen auch vorhersehbar ist ja nicht immer gleich schlecht. Der Roman hatte auch Anteile, die mich überraschen konnten :-)

       
  2. Yvonnes Lesewelt

    30/05/2012 at 18:34

    Eine schöne Rezension hast du da geschrieben. Ich fand das Buch auch ganz wunderbar geschrieben.
    LG
    Yvonne

     

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