[Rezension] „Zum Traummann in 30 Tagen“, Theresa Selig (Langenscheidt)

Inhalt
Langenscheidt kann nicht nur Wörterbücher verlegen, sondern auch mit sehr kreativen, lustigen Wissenswerken anderer Art aufwarten. Vor einiger Zeit habe ich schon mal ein Buch dieses Verlages rezensiert. Es heißt “Forbetter your english”, und befasst sich mit den Stolperfallen, in die Deutsche gerne tappen, wenn sie Englisch reden.
Meine heutige Rezension richtet sich vor allem an alle Single-Frauen.
Wer will ihn nicht, den Traummann ? Und dann noch am besten in 30 Tagen.

Meinung und Fazit
Beim Anblick des Covers kam mir spontan „Küss den Frosch in den Sinn“. Von daher war mir klar, dass die Thematik dieses Buches mit einem Augenzwinkern zu sehen ist.
In 10 Lektionen führt die Autorin durch das Buch, wobei ich (als Nicht-Single) die beiden letzten Kapitel am lustigsten fand. Aber ich will nicht vorgreifen…

Den Einstieg schafft die Autorin mit einem Test, der den Verzweiflungsgrad festlegen soll. Das sorgte für erste Erheiterung. Danach geht es im wesentlichen um die Orte, wo man potentielle Traummann-Kandidaten treffen und ansprechen kann. Egal ob Büro, Supermarkt, Cafe, Urlaub oder sonst wo. Alle „Gelegenheiten“ sind mit entsprechenden Tipps versehen, wie man sich verhalten sollte bzw. was man lassen sollte. Manchmal waren die Tipps altbekannt, manchmal aber auch so absurd, dass ich laut lachen musste.
„Nehmen Sie eine Erdbeere und stecken sie in den Mund, lutschen Sie daran und rollen lustvoll mit den Augen. Ignorieren Sie die Pestizide, die sich grade in Ihrem Speichel auflösen.“ (Auszug S. 31)
Ähnlich verrückt im positiven Sinn fand ich die Tipps „Falls Sie wild entschlossen sind, adlig einzuheiraten“ (S. 86). Sehr lustig, irgendwie treffend und doch entbehrt es nicht einer gewissen Ironie…. Spätestens an dieser Stelle muss man gemerkt haben, dass nicht alles Geschriebene ernst zu nehmen ist….
Durch die verschiedenen Kapitel ziehen sich immer wieder diverse Merkkästen, sowie Gegenüberstellungen von verbalen und nonverbalen Kommunikationsfallen. Was man in der Bar bestellt oder wie man sich verhält und wie das ggf. auf Männer wirkt, was die Freundin vorsichtig ausdrückt und was sie wirklich sagen will etc. . Hier hat die Autorin eine recht gute Beobachtungsgabe an den Tag gelegt. Vielleicht hat sie auch „Miteinander reden“ von Schulz von Thun gelesen. Ich weiß es nicht ;-)
Die letzten beiden Kapitel stechen nochmal heraus. Hat man es bis Tag 29 nicht geschafft, dann soll der Notfallplan helfen. Auch hier fand ich das eine oder andere köstlich. Wer denkt ernsthaft darüber nach homosexuell zu werden oder ins Kloster zu gehen, wenn es mit Männern nicht klappt? Versucht man wirklich, sich einen Mann zurechtzulügen? Hier fand ich einige Synonyme zum brüllen. Z.B. „Ungepflegt = Naturbelassen“ (S.134), darauf muss man erstmal kommen…
Schlussendlich geht es dann noch darum, wie man den Traummann behalten kann, und damit schließt das Buch.

Ich denke dieses Buch spaltet die Gemüter. Einige werden es mögen, Andere als Schund verteufeln. Ich bin der Meinung, wer dieses Buch zu ernst nimmt, ist selber Schuld. Es mag der Ansatz eines Leitfadens sein, aber mit einer kräftigen Portion spitzfindigen Humors. Es ist gut geeignet, um den Leser, ob nun Single oder nicht, zu erheitern. Ich glaube allerdings, dass man durch dieses Buch nicht wirklich „zum Traummann in 30 Tagen“ kommt. Aber wie gesagt, dass ist vermutlich auch nicht Sinn der Sache. Gute Unterhaltung und Lachfaktor ist auf jeden Fall an vielen Stellen garantiert.

Die Autorin
Theresa Selig wurde 1979 geboren und studierte Politikwissenschafen in Berlin. An der Berliner Journalisten Schule wurde sie zur Redakteurin ausgebildet. Nach Stationen bei der Neon Online und Vanity Fair arbeitet sie seit 2009 als freie Journalistin und Autorin, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, FAZ, Tagesspiegel und Neon. Das Suchen und Finden ihres persönlichen Traummannes mündete in eine Hochzeit und ihr Buch „Wer Ja sagt, muss auch Onkel Horst einladen“, das 2010 erschien. Sie lebt samt Traummann in Berlin. (Quelle: lovelybooks)

Ich möchte mich herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken, dass mir der Langenscheidt-Verlag zur Verfügung gestellt hat !

[Rezension] „Nephilim“, Gesa Schwartz ( Egmont Lyx)

KlappentextNephilim
Der junge Nando lebt bei seiner Tante in Rom. In einem Traum erscheint ihm ein geheimnisvoller Fremder, der ihn zu sich ruft. Kurz darauf gehen merkwürdige Veränderungen mit dem Jungen vor: Er entwickelt plötzlich übermenschliche Fähigkeiten und wird von einem gefährlichen Schattenwesen verfolgt, das ihm nach dem Leben trachtet. Nur um Haaresbreite kommt Nando mit heiler Haut davon und macht eine unglaubliche Entdeckung: Er ist ein Nephilim, und damit nicht genug: Er ist der Sohn des Teufels! Luzifer will sich Nandos Kräfte zunutze machen, um die Tore zur Hölle zu öffnen und sich zum Herrscher über die Welt der Menschen aufzuschwingen. Um dieses Schicksal abzuwenden und sein Leben zu retten, hat Nando nur eine Chance: Er muss sich der Finsternis stellen!

Meinung und Fazit
Diesmal hatte ich anfangs leichte Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzufinden. Woran das lag, kann ich noch nicht einmal genau sagen. Vielleicht daran, dass ich den Anfang recht brutal und eklig fand. Eins muss man der Autorin trotzdem lassen: Sie hat eine herausstechende Art, Worte zu Bildern werden zu lassen. Aber dazu später mehr….

Trotz der Einstiegsschwierigkeiten hatte mich die Geschichte dann doch recht schnell und vollkommen im Griff. Ich wurde geradezu in die Geschehnisse hineingezogen, lief mit der Hauptfigur Nando durch Rom und die Unterwelt, litt mit ihm unter der Ablehnung, hoffte und kämpfte mit ihm. Letzteres betrifft übrigens auch die inneren Konflikte, die er auszustehen hatte, wenn er sich gegen seinen teuflischen Vater stellen musste.
Anfänglich kam mir Nando wie ein „Ja-sager“ vor, aber er entwickelte sich nach und nach zu einem sehr starken, sympathischen Charakter. Er nimmt den Hauptpart ein, und wird daher im Verlauf die greifbarste Figur. Aber auch alle anderen Charaktere sind von bemerkenswerter Plastizität und zeichneten sich durch Facettenreichtum aus. Ich erlebte hier sogar die eine oder andere Überraschung, da einige Figuren plötzlich neue, nicht geahnte Seiten offenbarten.

Die durchgehend sehr gute, detaillierte Beschreibung der Handlungsorte sorgte für ein solch lebendiges, greif- und fühlbares Kopfkino, wie ich es selten erlebe. In Teilen fühlte ich mich vermutlich wie Bastian in der Unendlichen Geschichte. Ich war vollkommen fasziniert von der Darstellungsgabe der Autorin, aber auf der anderen Seite schockte sie mich ebenso durch die Bilder, die sie erschuf. Manche Szenen waren ganz wundervoll gefühlsbetont, so dass mich einige davon sogar zu Tränen rührten. Andere Romanteile waren reine Horrorszenarien und einfach nur ekelhaft, daher wohl eher nichts für zart besaitete Seelen. Dass es düster werden würde, spiegelt sich schon auf dem Cover wider. Wie düster, dass bemerkte ich erst beim Lesen.

Zwei kleine Kritiken habe ich anzumerken. Zum einen gab es besonders im letzten Teil für meinen Geschmack zu viel Drama, dass dann immer wieder durch glückliche Umstände oder Zufälle aufgelöst wurde. Zum Zweiten hätte ich mir ein Personenregister gewünscht, denn manchmal hatte ich leichte Zuordnungsschwierigkeiten.

Abschließend muss ich sagen, dass mich die Autorin mit einer für mich neuen, ungewöhnlichen Art der Nephilim- und Engel-Darstellung, sowie ihrer hervorragenden, bildgewaltigen Schreibweise in den Bann gezogen hat. Es ist kein Buch, was man einfach nebenbei lesen kann, denn es legt einen gewissen Anspruch an den Tag. Einige Szenen beeindrucken sogar nachhaltig, aus unterschiedlichsten Gründen.
Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht…

Die Autorin
Gesa Schwartz wurde 1980 in Stade geboren. Sie hat Deutsche Philologie, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache studiert. Ihr besonderes Interesse galt seit jeher dem Genre der Phantastik. Nach ihrem Abschluss begab sie sich auf eine einjährige Reise durch Europa auf den Spuren der alten Geschichtenerzähler. Für ihr Debüt „Grim. Das Siegel des Feuers“ erhielt sie 2011 den Deutschen Phantastik Preis in der Sparte Bestes deutschsprachiges Romandebüt. Zurzeit lebt sie in der Nähe von Hamburg in einem Zirkuswagen. (Quelle: http://www.gesa-schwartz.de)

And the winners are….

Bis gestern hatten die lovelybooks-Mitglieder die Möglichkeit, in insgesamt 10 Kategorien für ihr Lieblingsbuch abzustimmen.
Über 30.000 Stimmen wurden, aufgeteilt auf die Kategorien, abgegeben, und nun stehen die Gewinner fest. Natürlich möchte ich Euch das Ergebnis nicht vorenthalten. Fast wie erwartet, machten die großen Autoren das Rennen. Doch es gab aus meiner Sicht auch die eine oder andere Überraschung.

Allen Autoren und Verlagen meinen herzlichen Glückwunsch ! Großartige Bücher, die Leser begeistern :-)

Gewinner in den Kategorien

Allgemein

Platz 1 Das Labyrinth der Träumenden Bücher – Walter Moers

Platz 2 Raum – Emma Donoghue

Platz 3 Die gelben Augen der Krokodile – Katherine Pancol

Krimi/Thriller

Platz 1 Der Augenjäger – Sebastian Fitzek

Platz 2 Verwesung – Simon Beckett

Platz 3 Erlösung – Jussi Adler-Olsen

Romantik

Platz 1 Ein Moment fürs Leben – Cecilia Ahern

Platz 2 Dornenkuss – Bettina Belitz

Platz 3 Leon und Louise – Alex Capus

Fantasy

Platz 1 Asylon – Thomas Elbel

Platz 2 Arkadien fällt – Kai Meyer

Platz 3 Grau – Jasper Fforde

Hist. Roman

Platz 1 Der dunkle Thron – Rebecca Gable

Platz 2 Adrian Mayfield – Auf Leben und Tod – Floortje Zwigtman

Platz 3 Vom anderen Ende der Welt – Liv Winterberg

Jugend

Platz 1 Die Tribute von Panem – Flammender Zorn – Suzanne Collins

Platz 2 Sieben Minuten nach Mitternacht – Patrick Ness

Platz 3 Göttlich verdammt – Josephine Angelini

Sachbuch

Platz 1 Weiße Nana – Bettina Landgrafe

Platz 2 Seine Toten kann man sich nicht aussuchen – Janine Binder

Platz 3 Die Essensvernichter – Stefan Kreutzberger

Hörbuch

Platz 1 In den Augen der anderen – Jodi Picoult

Platz 2 Herrchenjahre: Vom Glück, einen ungezogenen Hund zu haben – Michael Frey Dodillet

Platz 3 Die Flammende – Kristin Cashore

Titel

Platz 1 Ein Schnupfen hätte auch gereicht: Meine zweite Chance – Gaby Köster

Platz 2 Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand – Jonas Jonasson

Platz 3 Die besondere Traurigkeit von Zitronenkuchen – Aimee Bender

Cover

Platz 1 Die Insel der besonderen Kinder – Ransom Riggs

Platz 2 Die Tribute von Panem – Flammender Zorn – Suzanne Collins

Platz 3 Smaragdgrün – Liebe geht durch alle Zeiten 3 – Kerstin Gier

Krimi deluxe….

Luftkurmord“ – alleine der Titel des Krimis hat mich schon begeistert, da ich Fan solcher Wortspiele bin. Doch schon nach wenigen Seiten war mir klar, dass mir nicht nur der Titel sehr gut gefiel, sondern das ganze Buch ein Kracher war.
Elke Pistor hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie in der oberen Liga der Krimiautoren mitspielen kann. In „Luftkurmord“ bekommt man die ganze Palette Krimivergnügen, gepaart mit unterschiedlichsten, zwischenmenschlichen Emotionen.
Ich finde dieses Buch sehr empfehlenswert ! Warum, dass erfahrt ihr in meiner Rezension – viel Spaß !

Wer die Autorin bei einer Lesung hören und sich selber ein Bild machen möchte, der hat am 08. und 10. Dezember im Rahmen der Kölner Krimitage (Krimifiz am Kölner Dom) dazu Gelegenheit. Auch andere Krimifans kommen hier auf ihre Kosten. Schaut einfach mal auf der Seite vorbei….
Elke Pistor liest
08.12. , 22.30Uhr “Luftkurmord”
10.12., 22.30Uhr “Das Portal”

Ich möchte mich recht herzlich bei Elke Pistor und dem emons-Verlag bedanken, dass ich dieses Buch rezensieren durfte. Es war mir eine große Freude :-)

Der Leserpreis 2011

Bis gestern konnte nominiert werden, ab heute wird abgestimmt….

Das Literaturportal lovelybooks ruft auch in diesem Jahr wieder seine Mitglieder dazu auf, den Leserpreis zu vergeben. Denn wer weiß besser, welches Buch ihn verdient hat, als die Leser selbst…. :-)
Es gibt insgesamt 10 Kategorien, mit jeweils 35 nominierten Büchern. In jeder Sparte darf man seine Stimme für ein Buch abgeben.
Ich habe schon mal in den Nominierungen gestöbert und muss sagen, es sind wirklich tolle Werke dabei. Man findet natürlich viele Bücher von renommierten Autoren/Autorinnen, aber die Listen halten auch die eine oder andere Überraschung bereit.

Ich persönlich weiß jetzt schon, dass mir das Auswählen der Bücher sehr schwer fallen wird. Es waren einfach zu viele sehr gute Bücher dieses Jahr dabei, und in jeder Kategorie habe ich nur eine Stimme. Wie bitte soll ich mich da entscheiden ?

Aber kommt Zeit, kommt Rat…. ich habe ja noch bis zum 27.11. Zeit ;-)

Für welches Buch würdet Ihr abstimmen ?

„Die Furcht des Weisen 1“ von Patrick Rothfuss (Klett-Cotta)

Die Königsmörder-Chronik. Zweiter Tag. Band 1

Klappentext
Dreierlei fürchtet der Weise: den Sturm auf hoher See, eine mondlose Nacht und den Zorn eines sanftmütigen Mannes. Verfolgen Sie die Abenteuer von Kvothe und die spannende Geschichte, wie er zum größten Magier seiner Zeit wurde.

Tag 2 der Königsmörder-Chronik, erster Teil. Die lang erwartete Fortsetzung von “Der Name des Windes”.

Meinung und Fazit
Ich kenne das Buch „Der Name des Windes“ nicht, trotzdem fand ich die Geschichte so ansprechend und die ersten Seiten der Leseprobe so überzeugend, dass ich dieses Buch gerne lesen wollte. Entgegen meiner ursprünglichen Erwartung, hatte ich allerdings keinerlei Schwierigkeiten in die Geschichte hinein oder mich in ihr zurecht zu finden. Daher würde ich sagen, dass man das Buch auch ohne Kenntnis des Vorgänger-Bandes lesen kann.

Und eins möchte ich jetzt schon vorweg nehmen: ich war begeistert !! Für mich persönlich ist dies eins der besten Bücher seit „Herr der Ringe“.

Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Der (alte) Gastwirt Kote, alias Kvothe, erzählt in seinem Gasthaus einem Chronisten die Geschichte seines Lebens, damit er diese aufschreiben kann.
Den Löwenanteil des Romans nimmt eben diese Niederschrift ein, die Erlebnisse des jungen Kvothe: sein Leben, seine Freunde, Liebe und die Schwierigkeiten, die ihn auf diesem Weg begleiten.
Unterbrochen wird diese Rückblende durch kurze, sogn. „Zwischenspiele“, die wieder im Gasthaus, in der Gegenwart spielen. Wenn man so will ist dieses Buch eine Erzählung in der Erzählung.

Der Roman ist geprägt von ganz hervorragend gestalteten , ausdrucksstarken Charakteren und wunderbar, detailreich dargestellten Umgebungen/Landschaften. Daneben begeisterten mich die Beschreibungen der fremden Kulturen und ihren Verhaltensweisen und das Leben bzw. die Gepflogenheiten der adeligen Gesellschaften. Ich fand vieles erfrischend neu und andersartig.
Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und derart fesselnd und mitreißend, dass man das Buch selbst dann kaum zur Seite legen kann, wenn gar nicht viel passiert. Man taucht in diese Welt ein, versinkt geradezu in ihr, und manchmal rauben die Geschehnisse einem fast den Atem. Da wirkte es zuweilen sogar etwas verstörend, wenn man sich plötzlich im eben schon erwähnten „Zwischenspiel“ wiederfand. Dafür hatte man dann etwas Zeit Atem zu holen….
Abgesehen von den spannenden Aspekten ist dies ein sehr poetisches Buch. An vielen Stellen finden sich Verse, Weisheiten, Geschichten und Lieder. Für den einen oder anderen Leser vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich fand alles wunderbar passend und stimmig. Es erinnerte hier und da etwas an den „Hobbit“, aber ohne dass es abgekupfert wirkte.
Da das Original-Buch in zwei Teile gespalten wurde, endet dieser erste Teil im wahrsten Sinne mit einem Knall und mit vielen offenen Fragen. Zum einen bin ich natürlich gespannt auf Kvothes weiteren Weg, in Begleitung dieser illustren Truppe, und was sich in Folge dieser Mission noch ergeben wird. Ich bin ebenso gespannt, was Kvothes Freunde und Bekannte in der Zwischenzeit getrieben haben, und was „Denna“ oder „Auri“ noch zum Geschichtsverlauf beizutragen haben. Ich glaube, dass besonders in „Auri“ mehr steckt, als bisher offensichtlich war.
Und natürlich möchte ich wissen, ob Kvothe den Namen des Windes erfährt….

Es war ein Leseerlebnis der besonderen Art, fesselnd bis zur letzten Seite. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil des Romans, der im Januar 2012 erscheint. Ich weiß jetzt schon, dass sich das Warten lohnt !

Der Autor
Patrick Rothfuss, geboren 1973 in Madison (Wisconsin), unterrichtet als Universitätsdozent und lebt in Wisconsin. In seiner Freizeit schreibt er satirische Kolumnen und versucht sich in Alchemie. »Der Name des Windes« ist sein erster Roman.

2007 wurde Patrick Rothfuss für seinen Roman »Der Name des Windes« mit dem Quill Award sowie dem Pulishers Weekly Award für das beste Fantasy-Buch des Jahres ausgezeichnet, 2009 hat das Buch den Deutschen Phantastik Preis als bester internationaler Roman erhalten.
(Quelle: klett-cotta.de)

Die Rezension zum Buch findet ihr hier

und bestellen könnt Ihr es für 24,95€
direkt bei Klett-Cotta
oder bei amazon

Ich war in der glücklichen Lage, dieses Buch als Rezensionsexemplar lesen zu können. Dafür möchte ich mich recht herzlich beim Verlag Klett-Cotta bedanken ! Es war eine große Freude :-)

Gewinne, Gewinne, Gewinne…

So meine Lieben, nun ist es soweit…

Bald starte ich meine ersten Gewinnspiele :-)

Gründe dafür gibt es einige, aber in der Hauptsache geht es darum, dass
1. mein blog bald ein Jahr wird
2. bald Weihnachten ist

Und was bekommt man zum Geburtstag und am heiligen Abend ? Ganz klar: Geschenke !
Dazu habe ich mir zwei kleine Aktionen/Aufgaben einfallen lassen, aber keine Angst, es wird nicht besonders schwer.

Das erste Gewinnspiel, das verrate ich jetzt schonmal, wird am ersten Dezember eröffnet.

Zu gewinnen gibt es zwei signierte Bücher. Wer hätte bei einem Bücherblog auch etwas anderes erwartet ;-)

Also schaut bald mal wieder rein.

[Rezension] „In die Füße atmen“, Mark Welte (Kiepenheuer & Witsch)

Klappentext
Als Lina den Sprung auf die berühmte Otto-Falckenberg-Schule schafft, ergattert auch Jan dort einen Platz. Allerdings ist dafür ist ein kleiner Betrug notwendig. Das ist kein Problem, denn Jan gibt es doppelt: Sein Zwillingsbruder Henrik ist das genaue Gegenteil von ihm: Große Klappe und absolut angstfrei. Für Jan ist die Schauspielschule das größte Risiko, das er je eingegangen ist. Aber Lina ist jedes Risiko Wert. Das Theater entpuppt sich als Kosmos mit eigenen Gesetzen: Pfeifen ist verboten, die Sitzordnung in der Kantine rätselhaft, und der erste Satz im großen Theater ein komplettes Desaster. Aber spätestens die magische Weihnachtsfeier versöhnt Jan mit dem Wahnsinn des Theaterlebens. Und schließlich hat er früh gelernt: Als Zwilling ist es schwer, eins zu werden mit dem Universum. Stück für Stück kämpft sich Jan an seine große Liebe heran. Und dabei kann er alles brauchen, was er auf der Schauspielschule lernt: Fechten, Flirten und in die Füße atmen.

Meinung und Fazit
Die Geschichte fängt sehr amüsant an. Doch schon nach kurzer Zeit empfand ich Jan leider als sehr anstrengend und nervig. Ein Lichtblick ergab sich durch Jans Zwillingsbruder Henrik, der mir sympathischer erschien.

An der Schauspielschule angekommen, fühlte ich mich viel zu sehr an eine Szene mit Jürgen Vogel aus „Kleine Haie“ erinnert. Von daher kann ich hier leider nicht von Originalität sprechen. Was der Autor allerdings später noch aus dieser Szene machte war sehr witzig! Auch sonst muss ich einräumen, dass es von da an bergauf ging. Es kann auch daran gelegen haben, dass Jan zunehmend lockerer wurde.
Die Geschichte wurde interessanter und amüsanter, je mehr Charaktere hinzu kamen. Diese hätte der Autor nicht unterschiedlicher zeichnen können. Er hat dabei zwar hier und da tief in die Klischeekiste gegriffen, aber in einem gut proportionierten Maß, so dass es noch authentisch wirkte. Abgesehen davon glaube ich, dass er weiß wovon er schreibt, nur hier und da vielleicht etwas überspitzt. Man findet Perfektionisten, Heulsusen, Esotheriker, Trampel, mehr oder weniger begabte Schüler und – nicht zu vergessen – eine allwissende Sekretärin, sowie Lehrer, die auch so manch Merkwürdiges an sich hatten. Auch Jans Eltern tragen durch ihre psychologische Ader einiges zur Geschichte bei. Das alles ist eingebettet in eine Romanze, die so recht keine Liebe werden will.
Sehr positiv möchte ich noch anmerken, dass die Kapitel kurz gehalten, und Einige davon mit Zitaten geschmückt waren. Das lockerte nicht nur auf, sondern hinterlies auch den einen oder anderen Schmunzler.
Eine leichte, eher anspruchslose Geschichte, die sich aber gut und zügig lesen lässt. Nach einem etwas scheppenden Beginn, hatte ich noch nette, unterhaltsame Stunden. Nicht das Highlight des Monats, aber für Zwischendurch gut geeignet.

Der Autor
Mark Welte besuchte nach dem Abitur die Otto-Falckenberg-Schule. Er arbeitet als Drehbuchautor (u.a. für die Anke-Engelke-Show »Ladykracher«), Schauspieler und Kabarettist und lebt in Köln. (Quelle: kiwi-verlag)

Ganz viel Krimi….

Hin und wieder lese ich auch gerne Krimis. Und dabei bin ich über eine Veranstaltung der besonderen Art gestolpert:

Anlass ist der Todestag Friedrich Glausers, der unter anderem die Kriminalromane „Der Chinese“, „Matto regiert“ und „Krock & Co“ schrieb. Nicht nur diese, sondern auch weitere seiner Werke wurden verfilmt.

Außerdem ist F. Glauser Namenspatron der deutschsprachigen Krimipreise, die jährlich vom Syndikat, einer Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur, auf der Criminale vergeben werden.

Um ihn noch weiter zu ehren, veranstaltet das Syndikat nun zum ersten Mal den KRIMITAG.

In vielen Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz werden Lesungen, Diskussionen und andere Veranstaltungen mit deutschsprachigen Krimi-Autorinnen und Krimi-Autoren stattfinden.
Überall wird nahezu zeitgleich gelesen und dazu noch für einen guten Zweck.

Ich finde das ist eine tolle Idee !

Bisherige Veranstaltungsorte: Bamberg (8.12.), Bern (7.12.), Bremen (8.12.), Dußlingen/Tübingen (8.12.), Essen (8.12.), Hamburg (8.12.), Köln (8.12. bis 11.12.), München (8.12.), Wien (8.12.), Wiesbaden (8.12.), Zürich (8.12. und 9.12.).

Nähere Infos zu den Veranstaltungsorten und anderen Details des Tages findet Ihr unter www.krimitag.com oder http://www.das-syndikat.com/
Und folgende Links könnten euch auch interessieren

http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Glauser

http://www.die-criminale.de/

[Rezension] „Der dunkle Thron“, Rebecca Gablé (Bastei Lübbe)

Inhalt
London 1529: Nach dem Tod seines Vaters erbt der vierzehnjährige Nick of Waringham eine heruntergewirtschaftete Baronie und den unversöhnlichen Groll des Königs Henry VIII. Dieser will sich von der katholischen Kirche lossagen, um sich von der Königin scheiden zu lassen. Bald sind die Papisten, unter ihnen auch Henrys Tochter Mary, ihres Lebens nicht mehr sicher. Doch in den Wirren der Reformation setzen die Engländer ihre Hoffnungen auf Mary, und Nick schmiedet einen waghalsigen Plan, um die Prinzessin vor ihrem größten Feind zu beschützen: ihrem eigenen Vater. (Quelle: basteilübbe.de)

Meinung und Fazit
Es gab mehrere Dinge, die ich leider vor dem lesen dieses Buches nicht beachtet hatte. Es war die Fortsetzung einer Saga, die über 900 Seiten erschreckten mich doch ein wenig und es war mein erster historischer Roman. Ich hatte mich nie besonders für Geschichte interessiert, aber ich wollte mal etwas anderes lesen als Fantasy.

Ich ging etwas skeptisch zu Werke, doch es sollte sich sehr schnell herausstellen, dass dieses Buch, als auch die Autorin, meine Entdeckung des Monats werden würde!

Im Wissen um meine Unkenntnis studierte ich zunächst pflichtbewusst das Personenregister und den Stammbaum der Familie Waringham. Doch schon nach ca. 70 Seiten stellte ich erstaunt fest, dass ich mir das getrost hätte ersparen können.
Schreibstil und Textfluss gefielen mir von Anfang an sehr gut. Die Personen, ihre Beziehung zueinander und die Handlungsorte waren so wunderbar plastisch beschrieben, dass ich mich sofort zurecht fand und alles sehr gut einordnen konnte.
Mit Nicholas of Waringham, dem Haupt-Protagonisten des Romans, hat die Autorin einen absoluten Sympathieträger geschaffen. Man liebt, leidet, zweifelt und kämpft mit ihm. Selbst wenn er sich sehenden Auges in kleine und größere Miseren begibt, steht man ihm treu zur Seite, hofft und bangt mit ihm. Ich muss sagen, dass er wirklich ein Talent hatte, sich in irgendeinen Schlamassel zu verstricken, dass ich mir manchmal nur die Haare raufen konnte. Allerdings wirkte er im Part des Gentleman ebenso authentisch, wie in den etwas tragischeren Rollen. Haltung und Würde waren immer gut abgestimmt.

Eingebettet war die Saga um die Familie Waringham in die historische Geschichte um König Henry VIII. Hier wurden geschickt Nischen gefunden, um historische und fiktive Charaktere zu verbinden. Man könnte an dieser Stelle von „Geschichte light“ sprechen, die sehr unterhaltsam an den Leser herangetragen wurde. Ob des Königs Eskapaden, der Auf- und Abstieg der verschiedenen Adelsgeschlechter, die Willkürlichkeiten dieser Zeit, die Wirren der Reformationsbewegung und andere Begebenheiten – alles war sehr gut und anschaulich geschildert. Teilweise sehr ausladend, aber nie langatmig, so dass Seite um Seite nur so verflog.

Ein kleiner Punkt, der mir nicht ganz plausibel erschien war lediglich, dass die Waringhams scheinbar mit halb England/Schottland verwandt zu sein schienen. Und das erstaunlichste daran: Ob direkt oder nur sehr weitläufig verwandt, kannten sich scheinbar Alle. Aber diese Tatsache war für mich nur eine unbedeutende Kleinigkeit und störte nicht weiter.

Dies ist zwar die Fortsetzung der „Waringham-Saga“, aber dieser Roman kann sehr gut als Einzelbuch gelesen werden. Wunderbare Protagonisten und ihre Einbettung in die bestechende, spannende, historische Handlung ließen das lesen zum Genuss werden. Ich war begeistert !

Die Autorin
Rebecca Gablé, Jahrgang 1964, studierte Anglistik und Germanistik mit Schwerpunkt mittelalterliche Literatur in Düsseldorf, wo sie anschließend ein Jahr als Dozentin für altenglische Literatur tätig war. Heute arbeitet sie als freie Autorin. Ihr erster Roman “Jagdfieber” wurde 1996 für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. 1997 gelang mit ihrem ersten historischen Roman “Das Lächeln der Fortuna” der Durchbruch. Seither folgten 6 weitere historische Romane und ein Sachbuch, die alle SPIEGEL-Bestseller wurden. Für ihren Roman “Die Hüter der Rose” erhielt sie 2006 den Sir-Walter-Scott-Preis. Rebecca Gablé lebt mit ihrem Mann am Niederrhein auf dem Land, verbringt aber zur Recherche viel Zeit in England.

Steckbrief von Rebecca Gablé:

Kindheitstraum: Mit Robin Hood durch Sherwood Forest streifen
Lieblingsbuch in der Kindheit: Imri Pembaur “Das Zauberlicht”
Lieblingsbuch heute: J.R.R. Tolkien “Der Herr der Ringe”
Lieblingslied: “Somthing stupid” von Frank und Nancy Sinatra
So entspanne ich: Mit lauter Musik oder einem guten Buch
Worauf ich stolz bin: Wenn ich gelegentlich feststelle, dass ich klüger geworden bin.
Größte Herausforderung: Immer der nächste Roman, den ich schreiben will
Erster Job: Kellnern
Laster: Die gelegentliche Zigarette
Lieblingsfilm: “Der Club der toten Dichter” von Peter Weir
Wen ich bewundere: Rosa Louise Parks

(Quelle: www.amazon.de)

Mein herzlicher Dank für dieses Rezensionsexemplar geht an
    und  

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